Auch heute liefert meine neue Browser-Startseite bild.de das Tagesthema: Gezupfte, gebleichte und ganz abrasierte Augenbrauen sind zurzeit der heiße Kosmetik-Trend. Davon zeugen Daniela Katzenberger oder die aktuelle Vogue (die französische Ausgabe, Ihr Provinz-Schnallen). Augenbrauen sind für Leute, die bei der Arbeit nicht schwitzen, ohnehin überflüssig, und toll aussehen tut es obendrein. Mit ohne Brauen hat schon Bob Geldof in Pink Floyds »The Wall« eine gute Figur gemacht. Nachdem Models bereits ohne Körperfett und Verstand auskommen, ist das nur ein weiterer begrüßenswerter Schritt zur totalen Reduktion. Auf was können schöne Menschen in Zukunft noch verzichten? Welche Amputation wird der nächste Chic?
Ohren: Wer in lauten Clubs und auf wilden Partys zuhause ist, braucht keine aufwändige Ohrmuschel. SMS ersetzen komplizierte Gespräche, und die Ohrstecker finden sich schon lange in der Wange wieder. Also weg mit den unförmigen Lappen!
Nieren: Sexy Steinmeier hat‘s vorgemacht. Eine zweite Niere verbraucht nur unnötig wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. Doch die gehören bei einem Supermodel unter die Haut. Wer einen schönen Teint pflegen und gleichzeitig etwas Gutes tun will, über das dann alle reden, der spendet dieses überflüssige Organ dem nächstbesten Bedürftigen.
Bein: Das Testimonial heißt Heather Mills. Das erfolgreiche Model kommt mit nur einem Unterschenkel aus, war zwischendurch mit dem reichsten Engländer verheiratet und engagiert sich für allerhand karitative Zwecke. Vorbildlich, und ganz sicher eine Überlegung wert!
Nase: Jetzt neu, aber noch nicht wirklich ein Trend. Der coole Talibani-Style. Ohne Brauen auf die Vogue, ohne Nase aufs Time-Magazine. Die Steinzeit-Avantgardisten aus Kunduz und Umgebung machen gerne eine Typ-Beratung.


