Das Thema ist eigentlich durch, was man schon daran sieht, dass der Thilo am Montag bei Beckmann ist. Es ist auch gefährlich, sämtliche Nazivergleiche aus der Kiste zu kramen. Damit relativiert man nur die echt schlimmen Leute wie zum Beispiel Franz Josef Strauß. Ich muss aber trotzdem ein paar Zeilen dazu machen, damit meine faulen, fetten, Mongo-Kinder mich später nicht fragen »Baba, warum habt ihr dem Thilo damals nicht einfach ne Playstation geschenkt?«
Thilo wer? Na, Thilo Sarrazin, der Mann mit dem Saddam-Schnäuzer, geboren in den letzten Kriegstagen in Gaza Gera, wo er sich einen mächtigen Knallschaden von der russischen Artillerie eingefangen haben muss. Der Mann, der von der Kurztext-Zeitung Bild als Klartext-Politiker verkauft wird.
Wenn er lustvoll und erschöpfend über die Fertilität von Migrantinnen fachsimpelt, möchte man mit der Faust auf den Stammtisch schlagen und rufen »Der muss doch nur mal wieder richtig durchgebumst werden.« Aber so einfach ist das nicht. Für Rassismus gibt es keine einfachen Lösungen und für Thilo Sarrazin auch nicht: Der Mann klebt wie Scheiße an der SPD, die ihn so gerne als Transferleistung an die NPD abgeben würde.
Und, wie reagiert man am Besten auf einen verbitterten Menschen? Mit Liebe und Zuwendung! Das ist das Letzte, womit der Thilo rechnet, und deshalb lässt Deutschland seinen Wunschzettel dieses Jahr mal in der Bestsellerliste liegen und überrascht ihn mit selbst ausgedachten Weihnachtsgeschenken. Mal sehen, was echte Deutsche dem Thilo auf den Gabentisch legen:
- Die Deutsche Verlags-Anstalt: Einmal Genom auslesen bei Craig Venter. Das kann er dann als Anhang in seinem nächsten Buch (»Thilo schafft an – Mehr Stimmen für die NPD«) verwenden, damit jeder kapiert, wie ein herrliches, lebenswertes Erbgut ausschaut.
- Die NPD: Einen Puffbesuch in einer national befreiten Zone Ostdeutschlands.
- Oskar Lafontaine: Einen Blumenstrauß.
- Miroslav Klose: Ein Video von seinem inneren Reichsparteitag.
- Eva Herman: Einen Arier.
- Roland Koch: Ein Freundschafts-Bändchen.
- Guido Westerwelle: Einen FDP-Mitgliedsausweis. Die FDP ist der kleinste gemeinsame Nenner von SPD und NPD und deshalb die optimale politische Heimat für den Thilo.
Weiterlesen: Bei Carta und auch beim Postillon.



So ganz frei von Vorurteilen ist der Autor offensichtlich auch nicht. Gera wurde 1945 von den Amis befreit und wurde dann mit dem restlichen Thüringen gegen West-Berlin ‘eingetauscht’… Erst dann kamen die ‘Russen’!
Erwischt! Ich werde zwei Stunden Zonenkunde nacharbeiten …
Das ist ja reizend: Zwei Dumme-ein Gedanke!
Dann könnte ja was dran sein…
siehe erstes Bild im Beitrag: http://soloezist.wordpress.com/2010/10/01/fast-hatte-ich-den-sarazener-verdrangt/