Der Widerstand gegen Googles Street View hat seinen Höhepunkt gerade erreicht, da zieht am Horizont des Web 2.0 das nächste Donnerwetter auf. Mit “Augmented Reality” kann man geo-basierte Informationen über den Livebildern seiner Smartphone-Kamera einblenden. Eine skurrile, für Wessis aber sehr erfreuliche Applikation ist zum Beispiel die Rekonstruktion der Berliner Mauer, die man sich an ihren ehemaligen Standorten auf dem Handy ansehen kann. Auch schön: Die Nerds aus der Redaktion des Magazins der Süddeutschen Zeitung haben ihre Lieblingskneipen in Berlin, Hamburg und München für die neue Technik aufbereiten lassen. Eine typische und sinnvolle Anwendung, die zur rasenden Verbreitung von Augmented-Reality-Kanälen beitragen wird.
Wer allerdings die Diskussion um Street View verfolgt hat, dessen Kritiker nicht wollen, “dass mein Haus im Internet steht”, der weiß jetzt schon, wie der Schlachtruf der Gegner von Augmented Reality lauten wird:
“Ich möchte nicht, dass ein Layer über mein Haus gelegt wird!”


