
Nach den WikiLeaks-Veröffentlichungen sind plötzlich alle ganz überrascht darüber, dass der Vater aller Dinge so ein grausames Regiment führt. Das hatten wir ob der romantischen SPON-Fotostrecken mit Soldaten-Silhouetten im Sonnenuntergang etwas aus den Augen verloren. Dabei ist Wachsamkeit doch oberstes Gebot. Denn wenn man, so wie wir, partout nicht zum Krieg hingehen will, kommt der Krieg eben zu uns. Bei WikiLeaks-Aktivist Jacob Appelbaum hat er schon mal angeklopft. Amerikanische »Behördenvertreter« haben ihm am Flughafen Newark in New Jersey in einem mehrstündigen Gespräch die Folterinstrumente gezeigt. Da wirkt die von WikiLeaks verkündete Strategie, jeder bei ihnen im Hause hätte nur einen Teil der Kenntnisse über die WikiLeaks-Strukturen und könne deshalb auch keine brauchbaren Informationen an die Behörden ausplaudern, irgendwie niedlich. Wenn der Friedensnobelpreisträger Barack Obama die Elektroden anklemmt, ist das eBook »Fünf Freunde verraten das Staatsgeheimnis« ganz schnell gelöscht. Folter wirkt auch ohne Fakten. Aber Pathos beiseite, zurück aufs Schlachtfeld!
Fischfresse erinnert daran, was auch früher schon über den Krieg in der Zeitung stand, wir aber über unsere investigativen Recherchen in den Aldi-Sonderangeboten wieder vergessen haben:
- Im Krieg sterben irgendwelche Feinde und deren weitläufige Verwandtschaft, manchmal aber auch Menschen. Die kommen dann aus Chicago, Bad Oeynhausen oder Hannover.
- Napalm ist nicht dufte, obwohl es zur Hälfte aus Seife besteht.
- Im Krieg wird unsere Freiheit verteidigt, gerne entlang von Flüssen und Gebirgen (Maas, Memel, Hindukusch).
- Nach dem Zweiten Weltkrieg kommt der Dritte.
- »Ohne Krieg gäbe es keinen Frieden, ohne Hitler keinen Gandhi« ist ein prima Einwurf, um Kirchentag-Workshops in einem Tumult enden zu lassen.
- Wer den Krieg nicht verpassen will, sollte früh aufstehen, am besten so um Viertel vor Sechs.
- »Rambo«, »Missing in Action« und selbst »Saving Private Ryan« sind Spielfilme. »M.A.S.H.« hingegen ist ein Dokumentarfilm.
- »Soldaten sind Mörder« ist ein Zitat von Kurt Tucholsky.



War is Business!!!
Das stimmt apsolut. Wozu Military und Soldiers
Bible. Wozu Snipers mit Bibelversen! Und wer
“wirklich” fur den Frieden kampft und gleich
zeitig Weihnacht feiert, ist selbst ein dum
mes Vogel. Psalm 144:1., Matth.1:1.