Arschfick. Dieses Wort wird in meinem Roman Ayahuasca Deathtrip nicht vorkommen. Das ist nicht diskriminierend gemeint, es hat eher sportliche Gründe. Ich möchte beweisen, dass ein zeitgenössischer Roman ohne Arschfick auskommen kann. Ich weiss: Ich habe mir viel vorgenommen, die Aufgabe scheint unlösbar. Wie soll ich das Leben von Studenten, Hausfrauen, Wurstverkäufern, Priestern, Kiffern und Visagistinnen beschreiben, ohne den Begriff Arschfick zu verwenden? Kommt ein Beratungsgespräch beim Versicherungsvertreter heute ohne Arschfick aus? Vermutlich nicht, deswegen wird in meinem Roman auch kein Versicherungsvertreter ein Beratungsgespräch führen. Da Versicherungsvertreter aber ein unvermeidlicher Bestandteil unserer Alltagserfahrung sind, kann es gut sein, dass in meinem Roman ein Versicherungsvertreter von einer Gerölllawine verschüttet wird. Aber so weit sind wir ja noch nicht. Ich verfasse einen Blogroman, da wäre es genreuntypisch, geradezu unseriös, wenn ich heute schon wüsste, was in zwei Wochen im Blog steht. Spontan, roh und unbehauen, so soll er sein, der Netzroman.
Morgen beginnt an dieser Stelle mein Roman Ayahuasca Deathtrip – und zwar in einem Feuchtgebiet.


