
Bald hat sich das eBook endgültig durchgesetzt. Nur noch verstaubte Nerds und Ewiggestrige huldigen dann dem traditionellen Druckerzeugnis nach Gutenberg. Mal ehrlich: Gut, dass es vorbei ist. Für Bücher wurden mehr Wälder flachgelegt als für die Spanische Armada, und die Bibliothek von Alexandria hätte wohl kaum so gut gebrannt, wenn sie ein Rechenzentrum gewesen wäre. Jedoch: Auch überkommene Schriftträger können noch zu was gut sein. So, wie man dank der Steintafeln mit den Zehn Geboten im Kofferraum auch mit Hinterradantrieb jeden winterlichen Alpenpass meistert, gibt es für die klassische Papierschwarte den einen oder anderen dauerhaften Nutzen. Es lohnt also, ein paar davon hinters Haus zu stapeln.
Wo Bücher aus Papier dem eBook-Reader überlegen sind:
- Schmelzen nicht in der Sauna (Centerparcs)
- Können als Herbarium dienen (Hildegard)
- Gefriertrocknungsfähig (Anna Amalia)
- Darf man während Start und Landung benutzen (Flugzeug)
- Meist dick genug, um Hohlraum für eine Knarre rein zu schneiden (Knast, Flugzeug)
- Hoher Brennwert in Kanonenöfen (Studentenbude)
- Stabilisieren unbeschadet wackelnde Tische (Existentialistenbude)
- 500 Bücher im Regal schaffen mehr Atmosphäre als 1000 eReader (Lehrerdomizil)
- Illustrierte Schutzumschläge für Erotika (Rentnerbude)
- Prima Grundlage für Champignonzucht, wenn feucht genug gelagert (Antiquariatskeller)
- Aus Bibliothekseigentum können wertvolle Stiche herausgetrennt werden (in jeder größeren Stadt)



Effektiver als Waffe gegen Einbrecher
Wichtig, um den Satz sagen zu können: “Ich mag das haptische an echten Bücher lieber!”
Beim pressen von Blättern im Herbst
Verstaubte Bücher sind der Lebensraum des Bücherskorpions! Wer zum Teufel jagt mir meine Bettwanzen, wenn der Lebensraum dieses possierlichen Krabblers vernichtet wird, häh?